Tory Lanez: Antrag auf neue Verhandlung abgelehnt


Der Rapper wurde im Prozess wegen Körperverletzung gegen Megan Thee Stallion schuldig gesprochen, er legte Berufung ein, die wiederum abgelehnt wurde. Jetzt drohen ihm neun Jahre Haft.

Das Urteil steht also fest: Tory Lanez muss wirklich ins Gefängnis. Bereits am 23. Dezember 2022 wurde der 30-jährige Rapper dafür schuldig befunden, Megan Thee Stallion am 12. Juli 2020 in den Fuß geschossen zu haben. Am 29. März 2023 hatte Lanez offiziell Berufung gegen das Urteil eingelegt. Er und sein Team sprachen von einem „unfairen Prozess“ und von unrechtmäßigen Beweisen. Doch am Dienstag, den 9. Mai, entschied David J. Herriford, Richter am obersten Bezirksgericht von Los Angeles, gegen einen weiteren Prozess.

Schüsse in den Fuß: Megan Thee Stallion spricht über die Tatnacht

Für den 10. Juni 2023, um 10.30 Uhr amerikanischer Zeit, ist Lanez‘ Urteilsverkündung angesetzt, wie die Journalistin Meghann Cuniff auf Twitter berichtete.

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Dem Rapper, der bürgerlich Dayster Peterson heißt, könnten mindestens neun Jahre im Gefängnis bevorstehen, schrieb Cuniff weiter. Sie zitierte den zuständigen Staatsanwalt Alex Bott folgendermaßen: „Ich denke, wenn man eine Waffe auf jemanden richtet und fünf Mal abdrückt, kann das die Person leicht töten und ich denke, ein solches Handeln sollte Konsequenzen nach sich ziehen.“

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US-Rapper Tory Lanez mit Gras am Flughafen erwischt

Megan Thee Stallion gegen Tory Lanez: Übersicht zum Prozess

Am 12. Juli 2020 waren Tory Lanez und Megan Thee Stallion, geboren als Megan Pete, auf dem gemeinsamen Heimweg von einer Party bei Kylie Jenner. Als im Auto ein Streit ausbrach, verließ die Musikerin den Wagen, woraufhin ihr von hinten in die Füße geschossen wurde. Megan Thee Stallion sagte zunächst aus, auf Glas getreten zu sein, um nicht „als Verräterin zu gelten“. Später machte sie allerdings öffentlich, dass sie angeschossen wurde und, dass sie sich sicher sei, dass Lanez der Schütze war. Darüber hinaus beschuldigte die Rapperin den Rapper, sie sexistisch beleidigt zu haben.

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Als Beweise brachte die Künstlerin unter anderem Textnachrichten aus der Tatnacht vor, die eine ihrer Begleiterinnen an einen Bodyguard von Tory Lanez schickte. „Tory hat auf Megan geschossen“, hieß es etwa in einer dieser Nachrichten. Außerdem sagten verschiedene Zeug:innen aus, den Rapper in der Tatnacht mit einer Waffe gesehen zu haben. Zudem waren Entschuldigungs-Nachrichten aufgetaucht, die Lanez an Megan Thee Stallion richtete. In diesen Mitteilungen sei zwar nie die Rede von der Tat an sich gewesen, offensichtlich sei aber geworden, dass der Rapper Tory Lanez etwas bereue. Mehrere US-Medien berichteten darüber, darunter „Okayplayer“.

Das letzte Kapitel des Gerichtsprozesses

Jose Baez, der Anwalt der Verteidigung, kündigte am 25. April 2023 an, neue Informationen bezüglich der DNA-Spuren des Rappers an der Tatwaffe, die während der Verhandlung vorgebracht wurden, präsentieren zu wollen. Diese waren im Zuge einer Untersuchung im Jahre 2021 entstanden. Die Ergebnisse müssen manipuliert worden seien, ist sich der Beschuldigte sicher. Er habe den Test nur gemacht, weil er sich „100% sicher war“, dass er die „Waffe niemals angerührt“ habe, wie Lanez in einem Statement auf Instagram, das er in Gewahrsam aufnahm, am 26. April 2023 mitteilte.

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„Mit Hilfe des DNA-Experten des„ L.A. Crime Labs“, Randy Zepeda, haben Staatsanwältin Kathy Ta und Alex Bott meine DNA-Ergebnisse komplett manipuliert und die Welt, die Medien und vor allem meine Geschworenen belogen, indem sie behaupteten, meine DNA auf der Waffe sei nicht beweiskräftig. Das war eine absolute Lüge“, heißt es dort weiter.

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Megan Thee Stallion verarbeitete die Angelegenheit auf ihrem Track „Shots Fired“ vom Album GOOD NEWS aus dem Jahre 2020. Ihr aktuelles Album TRAUMAZINE veröffentlichte sie im vergangenen Jahr. Die jüngste Platte von Tory Lanez erschien ebenfalls 2022 und heißt SORRY 4 WHAT.