John Kay - Musikexpress

John Kay

Nach 2O Jahren Rock *n‘ Roll bringt selbst einen Steppenwolf nichts mehr aus der Ruhe – der kühle Profi hatte ein offenes Ohr für sämtliche Absurditäten der Gegenwart. Und vor dem fanden die Wildecker Herzbuben genauso ihre Gnade wie die Gesinnungsgenossen von Black Sabbath. Danzig: „Long Way Back From Hell“ „Der Sänger hat in seiner […]

"Wenn ich eine Weile die laue, fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele weh und elend, daß ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur. Es brennt alsdann in mir eine wilde Begierde nach starken Gefühlen, nach Sensationen, eine Wut auf dies abgetönte, flache, normierte und sterilisierte Leben und eine rasende Lust, irgendetwas kaputtzuschlagen, etwa ein Warenhaus oder eine Kathedrale oder mich selbst, verwegene Dummheiten zu begehen, ein paar verehrten Götzen die Perücken abzureißen, ein paar rebellische Schulbuben mit der ersehnten Fahrkarte nach Hamburg auszustatten, ein kleines Mädchen zu verführen oder einigen Vertretern der bürgerlichen Weltordnung das Gesicht ins Genick zu drehen."

Mit dem leicht angestaubten US-Schlager „Heya“, den der Indianer J. J. Light schrieb, zündete die deutsche Band ein europäischen Knaller. Denn: Nicht nur zwischen Ostsee und Alpen, auch in England geht Jeronimos „Heya“ ab wie eine Rakete. Das Rezept der Frankfurter Band ist simpel. Sie singen romantisch, vor hartem Background mit viel Schlagzeug, souliger Orgel […]

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für