„Pokémon Go“-Klon „Follow Jesus Christ Go“: Ihr könnt jetzt Heilige fangen


Wer inzwischen alle Pokemon gefangen hat, kann sein Wirkunsgsspektrum jetzt auf Heilige ausweiten - dem Vatikan sei Dank!

Pokémon GO ist da - und die Welt spielt verrückt
2016 war das Jahr, indem der „Pokémon Go“-Hype über uns hereinbrach. Plötzlich waren auch notorisch Lauffaule zu stundenlangen Spaziergängen zu motivieren, und Horden von Smartphone-Zombies bevölkerten tagsüber die Straßen und nachts die Friedhöfe auf der Suche nach seltenen Pokémon.

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Das Spiel avancierte schnell zu einem absoluten Hype, der zuweilen recht bizarre Blüten trieb. Jetzt hat der Vatikan einen Ableger des weltweit erfolgreichen Augmented-Reality-Spiels abgesegnet. Das Spiel mit dem Namen „Follow JC Go“ („Folge Jesus Christus“) wurde anlässlich des kommenden Weltjugendtags vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama entwickelt.

Über den Google-Play-Store und den App-Store von Apple kann man sich das Spiel herunterladen. Die Spielidee orientiert sich dabei sehr stark an der von „Pokémon GO“. Während man mit dem Handy unterwegs ist, können Items gesammelt werden, gleichzeitig versucht ihr Heilige für euer „Evangelisierungs-Team“ zu rekrutieren, Die App greift auf die GPS-Funktion des Smartphones zurück. Klingt alles sehr nach gruseligen Missionierungs-Allmachts-Fantasien.

Eat, Drink, Pray

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Tatsächlich bietet die App, neben Informationen zu Heiligen und Kirchengeschichte, auch denen eine Hilfestellung, die immer schon wissen wollten, wie sie ihren Charakter verbessern können. Eure Chancen einen Heiligen zu „fangen“ steigen, wenn ihr euren Charakter aufpoliert, dass geht durch essen trinken und beten, quasi wie im echten Leben…. Vorräte wie Spiritualität, Brot und Wasser zusammen mit der spielinternen Währung Denare müssen gesammelt werden, um den eigenen Charakter am Leben zu erhalten. Die Akquise von anderen Spieler in der echten Welt, die sich ebenfalls dem  „eTeam“  anschließen, bringt ebenfalls zusätzliche Punkte.

Auch eine finanzielle Komponente gibt es (natürlich…). Die App erlaubt es Nutzern für wohltätige Zwecke zu „spenden“. Anders als im wirklichen Leben folgt in der App die Belohnung dafür direkt auf dem Fuße, in Form der Premium-Ingame-Währung.

Die App wird als Free2Play-Spiel angeboten. Android Nutzer finden sie hier, Apple-Nutzer hier. Einziger Wermutstropfen: Die App gibt es bisher nur in Spanisch, sie soll aber zeitnah auch in Englisch erhältlich sein.

Ob der Hype ähnlich groß wird wie bei „Pokemon Go“ bleibt abzuwarten. Ein wenig Bibelfestigkeit kann mit Sicherheit nicht schaden, allerdings bleibt zu hoffen, dass niemand bei der Suche nach Heiligen über eine Leiche stolpert, wie es einem Dänen und einer US-Amerikanerin bei ihrer Pokemon-Jagd passierte.

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Gleiches gilt für eine weitere nicht jugendfreie Begleiterscheinung des Hypes. Pornhub vermeldete 2016, dass bei dem Release von „Pokémon GO“ die Suche nach Pornos mit dem Schlagwort „Pikachu“ um 136% nach oben ging. Manchen Leuten ist tatsächlich nichts heilig.