Ergebnis 1 bis 13 von 13

Thema: Queen - A Night at the Opera

  1. #1
    Time Travelling User Avatar von JackOfAllTrades
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    Standard Queen - A Night at the Opera



    1. Death on Two Legs (Dedicated to......
    2. Lazing on a Sunday Afternoon (+)
    3. I'm in Love with My Car
    4. You're My Best Friend (+)
    5. '39 (+)
    6. Sweet Lady
    7. Seaside Rendezvous (+)
    8. The Prophet's Song
    9. Love of My Life (+)
    10. Good Company
    11. Bohemian Rhapsody (++)
    12. God Save the Queen (+)

    Bonus EP:
    1. Keep Yourself Alive (Long-Lost Retake, June 1975) (+)
    2. Bohemian Rhapsody (Operatic Section A Cappella Mix 2011)
    3. You're My Best Friend (Backing Track Mix 2011)
    4. I'm in Love with My Car (Guitar & Vocal Mix 2011)
    5. '39 (Live at Earl's Court, June 1977) (+)
    6. Love of My Life (South American Live Single, June 1979) (++)

    Tja, was soll man über das vermutlich wichtigste, einflussreichste und laut Kritikerriege beste Album einer Band schreiben, die man sehr mag? Darf man das überhaupt stellenweise gar nicht so toll finden? Beispielsweise beim unglaublich öden Standard-Rocker "Sweet Lady"? Oder im nervigen Mittelteil des überlangen "The Prophet's Song", einer Prog-Rock-Nummer? Oder Roger Taylors Gesang in "I'm in Love With My Car"? Man darf, finde ich.
    Dann sollte man aber auch erwähnen, dass das, was Queen hier vollbracht haben, die meiste Zeit absolut grandios ist. Das gilt zuvorderst natürlich für das unfassbare "Bohemian Rhapsody", dieser Mischung aus Rock, Oper und Kunst, in der Freddie Mercury alle Register seines Könnens zieht. Einem Song für die Ewigkeit, dem besten Song, den diese Band in ihrem über 20-jährigen Schaffen zustande gebracht hat und einem der besten Rocksongs aller Zeiten.
    Kein anderes Lied kann auf dieser Platte mithalten. Am nähesten dran ist "Love of My Life", eine der schönsten Balladen dieser Band. Auch die unwiderstehliche Pop-Nummer "You're My Best Friend", Freddie Mercurys Music-Hall-Hits "Seaside Rendezvous" und "Lazing on a Sunday Afternoon" und Brian Mays Folk-Pop-Nummer "'39" dürfen nicht unerwähnt bleiben.
    Die Bonus-EP dieser Deluxe Edition allerdings besteht aus Licht und Schatten. Will jemand wirklich "I'm in Love with My Car" nur mit Roger Taylor Stimme und E-Gitarren-Begleitung hören? Braucht man einen einminütigen Auszug aus der Chorstelle von "Bohemian Rhapsody"? Besser sind da schon die für den US-Markt konzipierte, aber dann doch nie veröffentlichte Neufassung von "Keep Yourself Alive" und die Live-Versionen von "'39" und "Love of My Life".
    Klar, Queen haben mit "A Night at the Opera" ein künstlerisch wertvolles Meisterwerk geschaffen, bei dem es einzelne Teile gibt, die mich dann aber doch stören. 8/10
    Geändert von JackOfAllTrades (06.01.2013 um 11:44 Uhr)
    Neu auf dem USB-Stick:
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  2. #2
    Dem Rhythmus sein Bruder Avatar von CobraBora
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    Queen ist, was Rockmusik betrifft, für mich eine Band, die über alle Zweifel erhaben ist. Und das, wo sie kein einziges Album rausgebracht haben, das frei von Ausfällen ist, zu sehr überstrahlen die immer vorhandenen Songklassiker das schwächere Material.
    Ich muss allerdings sagen, dass mir persönlich die späteren Alben besser gefallen als das Frühwerk, das heute in manchen Teilen ein bisschen altbacken und holprig wirkt, so auch "A Night At The Opera". Dennoch bleibt die Bedeutung und der Einfluss des Albums unangetastet.
    Und das prangere ich an.

  3. #3
    Avatar von MrMister7
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    Mein Lieblingsalbum. Das muss genauso sein wie es ist. Bonuskram ist geschenkt. Brauche ich nicht. Die 2011 Remaster wird in Kürze geordert. Zunächst kommt die remasterte Sheer Heart Attack ins Haus, die ich noch nie zuvor in irgendeiner Form hatte.
    „Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

  4. #4
    Avatar von Von Krolock
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    Puh, ich traue mich kaum, am Mythos zu kratzen. Queen nicht zu mögen grenzt ja an völliges musikalisches Unverständnis.

    Vorab: Mercury war ein großartiger Sänger, Entertainer und Poser. In einer Reportage habe ich mal gesehen, wie Farrokh Bulsara auf einem Internat auf Sansibar am Klavier saß und ein wunderbares Lied zum Besten gab. Was hätte aus ihm werden können. Freddie & The Johnsons hätte ich geliebt.

    Aber irgendwann traf er die Herren May und Taylor und schon waren sie da, meine Probleme. Beide "erdeten" Mercury und waren dafür verantwortlich, dass Queen eine richtige Rockband war. Ich mochte nur keine richtigen Rockbands. Der Brettlschnitzer war zwar auf den ersten Ton zu erkennen und hatte einen sehr eigenen Sound, wenn man die Töne aber nicht mag, dann wird es schwierig. Alle meine Schulfreunde hörten damals Queen, wirklich alle. Das war nicht ganz leicht, die nicht zu mögen. Ist es heute noch nicht. Hier finde ich "Bohemian Rhapsody" ganz wunderbar, aber was hilft es mir, wenn ich das in Gesellschaft von "Death On Two Legs", dem grauenhaften "I'm In Love With My Car" und dem belanglosen Einkaufspassagenklampfendingens "39" bekomme.

    "No Synthesizers" steht ganz stolz auf dem Cover. So stolz waren sie, dass sie 10 Jahre später jede Platte damit zukleistern wollten.

    Unterm Strich bleiben für mich neben "Bohemian Rhapsody" nur noch "Under Pressure", "Another One Bites The Dust", das beigelegte Innenposter der LP "Jazz" und ein paar vereinzelte Songs übrig. Queen können da nix für, ist meine Schuld, bin Ignorant und Barbar.

    Insgesamt finde ich "A Night At The Opera" aber gelungener als jedes andere Album von Queen.

    Werde ich jetzt gesperrt?

  5. #5
    Other instruments Avatar von Lostflowerboy
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    Nee, du bekommst sogar den Backstagepass

  6. #6
    Serien Junkie Avatar von sunday
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    Herr Mercury war nur halb so gut, wie er hätte sein können, wenn er sich dazu entschlossen hätte, keine Fussballfan-Mitgröhl-Songs zu singen.
    Ich mochte Queen spätestens ab:"We are the Champions" nicht mehr.
    Zitat Zitat von tom toxic
    wer nichts wird, wird virtuell..

  7. #7
    Jadehase Avatar von tenno
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    ihr habt alle, ALLE recht!

    und das ist ja das tolle an queen - dass sie phänotypisch so eine überdosierte comic-prog-schwuchtel-getue-band waren, die man selbstverständlich hassen oder aus den ganz und gar falschen gründen lieben muss; und die auf der anderen seite nicht nur mit ihrer unfassbaren virtuosität und der lässigen und manchmal schon montypythonesken selbstironie, sondern auch mit der darunter spürbaren ernsthaftigkeit, und besonders mit mercurys immer wieder hervorschimmernder verletzlicher grandezza punkten (und zwar besonders bei mir).
    mein lieblingsalbum ist aus historischen gründen übrigens "news of the world", weil ich das bereits mit zwölf besaß, und zeitweilig jeden ton synchron mitsingen konnte. aber natürlich ist ANATO auch ganz weit vorne.
    Zitat Zitat von JackOfAllTrades Beitrag anzeigen
    Das gilt zuvorderst natürlich für das unfassbare "Bohemian Rhapsody", dieser Mischung aus Rock, Oper und Kunst, in dem Freddie Mercury alle Register seines Könnens zieht. Einem Song für die Ewigkeit, dem besten Song, den diese Band in ihrem über 20-jährigen Schaffen zustande gebracht hat und einem der besten Rocksongs aller Zeiten.
    [besserwissermodus] und mit ebensolcher grandezza rast jack durch die fälle der nebensätze, dass einem ganz schwindlig wird! "es gilt zuvorderst für: das unfassbare / dieser mischung / dem song!" - du schönberg der sprache, den überlebten duktus bürgerlicher grammatik aufbrechend; du sprach-wagner, dem saturierten leser diesen tristan-akkord aus worten hinschmetternd! [/besserwissermodus]
    _____________________________
    "Vor dem Bürofenster arbeiten emsige Bauarbeiter. Das setzt mich so unter Leistungsdruck, dass ich einen zweiten Tab im Browser geöffnet hab."

  8. #8
    Time Travelling User Avatar von JackOfAllTrades
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    Zitat Zitat von tenno Beitrag anzeigen
    ...

    [besserwissermodus] und mit ebensolcher grandezza rast jack durch die fälle der nebensätze, dass einem ganz schwindlig wird! "es gilt zuvorderst für: das unfassbare / dieser mischung / dem song!" - du schönberg der sprache, den überlebten duktus bürgerlicher grammatik aufbrechend; du sprach-wagner, dem saturierten leser diesen tristan-akkord aus worten hinschmetternd! [/besserwissermodus]
    Nimmst du als Entschuldigung die Tatsache an, dass meine Frau zum Essen rief, noch bevor ich mit dem Text angefangen hatte, und ich in der Panik des geknechteten Ehemannes nicht mehr ganz bei Sinnen war?
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  9. #9
    Jadehase Avatar von tenno
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    ich nehme jeden entschuldigung an, wenn man durch dem leben nicht mehr herr von des grammatiks ist. du solltest mich manchmal reden hören...
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  10. #10
    Avatar von MrMister7
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    Ich habe by the way meine Liebe zu Queen wiederentdeckt und werde mir nach und nach ein paar ausgewählte Remasters der Platten bis ca. 1984 gönnen.
    „Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

  11. #11
    schiacher Grattler Avatar von Nullerbank
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    Queen live zu erleben war ein fantastisches Ereignis, zwar ausgerechnet bei der Works-Tour, deren Platte den Niedergang bei mir eröffnete.

    Dass jedes Gruppenmitglied Songwriter und bis auf Deacon auch Sänger war, gibt es sonst nur bei den Beatles.

    Die Night of the Opera hatte schon erlesene Klasse und ist in etwa mit der Sgt. Peppers von der Experimentierfreudigkeit sowie Vielfalt zu vergleichen.

    Immer noch schade finde ich, dass die Hot Space überall so schlecht wegkommt. Diese Traurigkeit wird nur noch von der Reunion mit dem Typen von Free übertroffen.

  12. #12
    Avatar von McDermott
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    Neben KISS die andere "große" Band, mit der ich groß geworden bin. Im Gegensatz zur heißesten Band der Welt konnten mich Queen nie so richtig überzeugen. "A Night at the Opera" halte ich für eine ihrer besseren Platten.
    Geändert von McDermott (06.01.2013 um 17:18 Uhr) Grund: tippfehler

  13. #13
    Mitglied im Ältestenrat Avatar von anders_
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    Bei der zweifelhaften Frage nach DEM Lieblingsalbum, bin ich immer lange am grübeln und ordne in Gedanken all die fantastischen Alben, die ich in den ca. 40 Jahren bewusster Wahrnehmung von Musik zu Gehör bekommen habe. Aber letztendlich bleibe ich dann doch bei diesem einem Album hängen: A Night At The Opera. Das ist die musikalische Liebe meines Lebens. Nicht weil es so grandios und wunderbar überzeichnet ist. Sondern weil es die Musik zu rechten Zeit war. Die mich im Herz getroffen hat und bis heute tut.

    In den 80ern gab es eine Zeit, wo ich (fast) jeden Abend vor dem Schlafen gehen ein Queen-Album gehört habe.

    Wenn ich heute durch die MP3-Sammlung surfe oder vor dem CD-Regal stehe und mich partout nicht zwischen Herman Van Veen, Maximilian Hecker, Anna Ternheim, Muse oder Scott Matthew entscheiden kann, dann gibt es Queen auf die Ohren. Und alles ist gut.



    Dafür verzeihe ich ihnen auch diese gigantische Karaoke-Show namens Queen+ oder die Verwurstung im Musical-Style. Wenns auch manchmal sehr schwer fällt.

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