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Thema: 2013 - nix ist untergegangen, gehen wir halt weiter ins Kino

  1. #316
    schiacher Grattler Avatar von Nullerbank
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    Iron Man 3

    was war früher immer das beste nach dem Kinobesuch? Das Parlieren im Stammcafé über die Highlights des Films.
    Egal ob Rambo I (der Sprung in die Baumwipfel von Stallone ohne Stuntman, man hört das Brechen der Rippen im Film),
    Sieben, Sixth Sense usw., es gab immer mindestens einen Klassiker mit Langzeitwirkung.
    Und hier liegt das Problem: gute Unterhaltung trotz 2 1/4 Stunden Länge, grandiose Effekte, ein schöner Handlungstwist ...
    aber nicht eines dieser Highlights, für die sich eine Nachlese lohnt. Überfrachtet, übervoll, angeschaut und gleich vergessen.
    Wir warten auf Avengers 2.
    Fiona, Lip, Carl, Ian, Debbie and Liam Gallagher

  2. #317
    Straight outta Swampton. Avatar von G. Freeman
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    Gangster Squad

    LA Confidential mag noch so gut sein (ist er ja), der Schwamm, der die Post-WWII-Atmosphäre des Entertainment-Capitals Los Angeles besser als jede andere künstliche Darstellung aufsaugt, ist für mich LA Noire. Das Game, gespickt mit etlichen Schauspielern, welches weit über simples Motion Capture hinausgeht und einen kriegsgebeutelten Jungkommissar durch die verschiedenen Dezernate schickt um eine Verschwörung aufzudecken atmet für mich in jedem Auto, jedem Jazzton und jedem roten Abendkleid überzeugendere Luft als überall sonst.

    Gangster Squad will das auch von mir und bringt erstmal alles mit, was Erfolg verspricht. Ryan Gosling, Emma Stone (ok, hier zieht wirklich jedes Kleid), Sean Penn, Josh Brolin und eine Story über Gangsterboss Mickey Cohen, die von den Cops gone wild, dem Gangster Squad, ohne den bürokratischen Umweg Gesetz zur Strecke gebracht werden soll. Warum nicht?

    Ruben Fleischer (hat immerhin Zombieland auf dem Buckel) bekommt ein Drehbuch serviert, was für mich klar zeigt, wie wenig ein noch so guter Schauspieler richten kann, wenn Dialoge und Story so quatschig zusammengebaut werden, dass eine völlig abstruse Dramaturgie entsteht, die nicht im geringsten spannend ist. Mir gingen alle Figuren sonstwo vorbei. Kein Schicksal ist interessant genug angedeutet oder erzählt, als das man Sympathie hervorrufen kann.

    Oft gibt es auch Szenen, die soapig enden. Jemand hebt seine Stimme, dramatische, übertriebene Worte schlagen Purzelbäume in dessen Mund, es gibt einen geschockten Gesichtsausdruck und einen knallharten, unfrewillig komischen Abgang, unterlegt von "passenderm" Score. Kann funktionieren. Hier entfernt sich der Film einfach zu sehr von irgendeiner Realität. Dazu kommt, dass das angesprochene Setting im LA der späten 40er sehr tot erscheint. Nicht selten hätte der Film auch in den 80ern spielen können. Es fehlt das markante. Nahezu überall.

    Im Vorfeld gab es ja viel negative Kritik, ich hab trotzdem gehofft, hier eine "solide 6" rauszuholen. Leider war er noch schlechter als befürchtet. Das war nix.
    "And I am happy and I am rich and I never die. It doesn't sound like much, but its enough for me."

  3. #318
    Avatar von sugate
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    side effects


    ich bin untröstlich. der letzte film soderberghs, der mir mit dem brillanten "contagion" immerhin den besten film der letzten jahre beschert hat.
    dieser vielleicht vielseitigste aller bekannten regisseure hat in den letzten jahren nochmal einen wahnsinns-output hingelegt.

    side effects, ein, tja, medizinischer thriller, ist ebenfalls brillant. das ist ein "richtiger film", und er fühlt sich in diesen dürremonaten nach der award-season einfach so verdammt gut an.
    es geht um eine depressive junge frau, ihre medikation, ihren arzt und ein verbrechen.
    szenen, die man auf der stuhlkante verfolgt, weil man eben nicht einen superheldenfilm oder sonst eine schablone vorgesetzt bekommt, wo man zu jedem zeitpunkt wie bei volksmusik schon die nächsten takte mitsingen kann.
    in jeder szene wird das menschliche gesehen. die schauspieler verhalten sich menschlich, und das wirkt im heutigen kino schon faszinierend.
    der film endet ein wenig unplausibel und nicht gerade zufriedenstellend, dennoch entschädigt das tolle vorher für alles.
    soderbergh hat wiedermal ein traumensemble, besonders rooney mara und jude law spielen perfekt.
    side effects ist ähnlich wie contagion so voller substanz, voller fragen, voller möglicher wendungen - zu einem guten teil sind das einfach hochinteressante diskussionsthemen. aus der thematik zu side effects hätten sich 3 tolle filme drehen lassen. filme, richtige filme !
    don't be a coconut

  4. #319
    Straight outta Swampton. Avatar von G. Freeman
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    Youth In Revolt

    Artetas (nein, nicht der feine Herr von Arsenal) Film vor Cedar Rapids ist wohlbesetztes, mit hübschen Animaton angereichertes, aber auch ziemlich belangloses und eher mittellustiges Kino. Michael Cera (der kann ja nur gut), single, jungfrau, nicht sehr begeistert darüber, entwickelt eine Badass-Version seines Charakters um die in einem Urlaub kennengekernte Sheenie (Portia Doubleday, cooler Name) in seinem Leben zu behalten. Ja nu. Wären nicht Steve Buscemi, Zach Galifianakis oder Ray Liotta dabei, man könnte sich den wohl ganz sparen. Ganz nett.
    "And I am happy and I am rich and I never die. It doesn't sound like much, but its enough for me."

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