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look at them fall, flicker and fade
gone are the screams
I put them to bed, now they are dreams
R.I.P.
Lieber Ray Manzarek,
entschuldige, dass ich ein paar Tage brauchte, um meine Fassung zu erlangen, aber dein Tod hat mich schon sehr mitgenommen. Als Jugendlicher war ich ein großer Doors-Fan. Wenn es mir nicht gut ging hörte ich "End Of The Night". Wenn ich mit dem Fahrrad gefahren bin hörte ich "Easy Ride". Wenn ich mich irgendwo unwohl gefühlt habe, dachte ich an "People Are Strange". Von Teenie-Zeiten an war ich fasziniert von Jim Morrison. Ich pilgerte mehrmals zum Père Lachaise, wo Jim begraben liegt, Ich pilgerte auch zur Rue Beautreillis 17. wo er gestorben ist. Als ich in L.A. war, dachte ich nur darüber nach, einmal zum Venice Beach zu gehen, wo das verhängnisvolle Treffen stattfand, dass zur Gründung der Doors führte, und ich war im Whiskey-A-Go-Go, wo ihr eure ersten Gigs gespielt habt. Und auch als ich in der Frankfurter Festhalle zu einem Konzert war, war mir eigentlich wichtiger, dass hier einmal die Doors gespielt haben. Bei allem Respekt vor Robbie Kreger, einen Doors-Song erkannte man nicht am Gitarrenriff (Roadhouse Blues vielleicht mal ausgenommen) sondern an den Keyboards. "Light My Fire", vor allem aber "Riders On The Storm". Als ich dich im Jahr 2004 einmal Live sehen durfte (als "Doors Of The 21st Century" weil John Densmore gegen die Vewendung des Originalnamens geklagt hatte) und ein Gewitter über Bonn aufzog, hast du mit einem schelmischen Grinsen eben "Riders On The Storm" angestimmt und die Zuschauer ließen sogar für einen Moment ihre Hand vom Rollator um DIR zu huldigen. Dafür verzeihen dir auch alle die zwei Alben nach Jims Tod, vor allem "The Mosquito". Jedenfalls vielen Dank, ohne euch wäre mein Leben etwas ärmer gewesen.
Herzlichst
Ihr Squonk-Josef Wagner
Früher war mehr Lametta!
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